Garten

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Fruchtfolge

Ralf Gutzki (2003-11-10 19:03:25)

Hi zusammen,

eben habe ich ein Atikel in der "Hamburg Gartenfreund; Nr.11 Nov.2003"
gelesen. Die Preisen die Aufteilung in 4 Beeten an.
In Beet 1-3 soll jährlich ein wechsel von Starkzehrer, Mittelzehrer
und Schwachzehrer stat finden. Beet 4 ist für die Dauerkulturen.
Soweit so gut, nur was ich unter Starkzehrer lese kommt mir doch
etwas komisch vor. Hier soll nach einer Gründüngung noch eine
Düngung mit Frischmist im Herbst (?) plus Mistkompost im Frühjahr
kommen. :>o
Selbst bei Schwachzehrern soll im Spätwinter (?) Reifekompost
eingebracht werden ;>( und dann wollen sie dort Legominosen wie
Bohnen anbauen.

Als Starkzehrer werden Kartoffeln, alle Kohlarten, Porree, Spinat,
Tomaten und Zuckermais angegeben. Als Schwachzehrer wird sogar die
Gartenkresse angegeben.
Dauerkulturen sollen Rhabarber und Erdbeeren sein.?:>(
Ganz vorne steht zwar etwas über die Kreutzblüter, die nicht
hintereinander angebaut werden sollen, nur wie lange steht da nicht.

Und jetzt sehe ich grade das in der FAQ zur Fruchtfolge nix steht ;>(
Na sowas? Da war ich mit Standort und Lageplan, Gründüngung und
Mischkultur so beschäftigt das ich die wichtige Fruchtfolge nur mal
so am Rande erwähne ;>( platsch die Hand an die Stirn).
Alss los, meine Damen und Herren, ich benötigen noch Vorschläge und
Beispiele zur Fruchtfolge. Das ganze werde ich dann diesen Winter
zusammentragen und mit den Seiten:
http://home.t-online.de/home/r.gutzki/Gruenduenung.htm
http://home.t-online.de/home/r.gutzki/Mischtabelle.htm
http://home.t-online.de/home/r.gutzki/Standort.htm
verlinken.

tschüs...ralf

--
FAQ - Garten: http://home.t-online.de/home/r.gutzki/
Teilspiegelung: http://www.planten.de/gartenfaq/

Gartener (2003-11-10 19:12:43)


Michael Wolf (2003-11-10 19:12:43)

On Mon, 10 Nov 2003 19:03:25 +0100
Ralf Gutzki wrote:

Hallo,

> Und jetzt sehe ich grade das in der FAQ zur Fruchtfolge nix steht ;>(
> Na sowas? Da war ich mit Standort und Lageplan, Gr

"Erika Essandoh-Agyeman" (2003-11-10 20:24:48)

Hallo Ralf,
ich praktiziere seit ca. 16 Jahren mit Erfolg, (das finde ich wenigstens)
eine hübsche Mischkultur, also immer reihenweiser Anbau von Gemüse,
verschönt durch auflaufende Ringelblumen und Dill. Ich achte allerdings bei
Pflanzen, die eine Unverträglichkeit gegen sich selber haben, darauf, dass
sie ímmer auf eine andere Stelle kommen. Sehr zum Schrecken meiner
Gartennachbarn sieht mein Garten also immer sehr bunt aus. Mit den Ernten
bin ich allerdings immer zufrieden, naja, ist eben Ansichtssache. Bin halt,
laut meinen Nachbarn, ein wenig alternativ.
Die Reihenidee hatte ich mal aus dem Buch "Selbstversorgung aus dem eigenen
Anbau". Da werden die Reihen allerdings auch in der Art, wie Du erwähnt
hast, gewechselt. Mach ich allerdings nicht so genau.

Viele Grüße
Erika

Ralf Gutzki (2003-11-10 21:18:30)

Erstes Beispiel:

Da ich nicht wusste was mein Vorgänger angebaut hatte, habe ich ab
Spätsommer:
1 Phacelia; Wasserblattgewächse

2 Buschbohnen; Schmetterlinsblütler - Schwachzehrer
in Mischkultur mit Bohnenkraut (Satureja hortensis); Lippenblütler
Ringelblume (Calendula Officinalis); Korbblüter
gefolgt von Rotklee im Winter.

3 Rotklee umgegraben und Kompost eingearbeitet.
Zucchini; Kübisfamilie - Starkzehrer
in Mischkultur mit Kapuzinerkresse; Kreutzblüter
ein, zwei Ringelblumen kamen auch wieder.
mit Brennesseljauche und etwas Kalkstickstoff gedüngt

4 Nigella sativa (Jungfer im Grünen) alte Bauernblume mit Salat
und wieder Ringelblumen dazwischen.

Dabach wurde dieses Beet zum Kräuterbeet. Ist aber kein muss :>)

Hochbeet (vorher Rasen):
Im Herbst Rasensoden ausgestochen. In das Loch Laub und
Gartenabfälle (Kompost) gegeben; Grassoden umgedret oben auf.
Rotklee oben ausgebracht.
Der Rand wurde mit Sanguisorba minor (Pimpinelle) befestigt.
Ein Rosengewäch das schöhne dichte Wurzeln bildet.

1 Kopfsalat, Radieschen, Brokkoli, Petersilie
mit Brennesseljauche und etwas Kalkstickstoff gedüngt
Rotklee im Winter

2 Möhren, Dill, Ringelblume
Rotklee jetzt im Winter

3 noch in arbeit :>) vielleicht Bohnen?

tschüs...ralf

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Ralf Gutzki (2003-11-10 21:27:58)

Erika Essandoh-Agyeman schrieb:
>
> Hallo Ralf,
> ich praktiziere seit ca. 16 Jahren mit Erfolg,
>(das finde ich wenigstens)
> eine hübsche Mischkultur, also immer reihenweiser Anbau von Gemüse,
> verschönt durch auflaufende Ringelblumen und Dill.

Hi Erika,

das höhrt sich gut an :>)

>Ich achte allerdings bei
> Pflanzen, die eine Unverträglichkeit gegen sich selber haben,
> darauf, dass
> sie ímmer auf eine andere Stelle kommen.

Jo, Fruchtfolge eben.

>Sehr zum Schrecken meiner
> Gartennachbarn sieht mein Garten also immer sehr bunt aus.

:>) das kenne ich irgendwie, irgendwo her :>)

> Mit den Ernten
> bin ich allerdings immer zufrieden, naja, ist eben Ansichtssache.

Geschmack läst sich auch nicht wiegen :>)

> Bin halt,
> laut meinen Nachbarn, ein wenig alternativ.

Ich kenne Leute die sich müselig eine Aloe vera züchten, ist ja
prima für die Haut, aber Ringelblumen als Unkraut aus dem Garten
reissen. Lieber das Kraut aus dem Ausland holen und das Kraut
was ihnen zu Füssen liegt rausreissen. :>/ Naja, jedem das seine.

> Die Reihenidee hatte ich mal aus dem Buch "Selbstversorgung aus
>dem eigenen Anbau".

Das kenne ich jetzt nicht :>(

> Da werden die Reihen allerdings auch in der Art, wie Du erwähnt
> hast, gewechselt. Mach ich allerdings nicht so genau.

Die Idee kommt wohl aus dem Bauerngarten. Jedenfals sind es dort
immer 4 Beete die sich abwechseln.

tschüs...ralf

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"Stephan Romahn" (2003-11-11 09:48:22)

Hi Ralf,
>
> eben habe ich ein Atikel in der "Hamburg Gartenfreund; Nr.11 Nov.2003"
> gelesen. Die Preisen die Aufteilung in 4 Beeten an.
> In Beet 1-3 soll jährlich ein wechsel von Starkzehrer, Mittelzehrer
> und Schwachzehrer stat finden. Beet 4 ist für die Dauerkulturen.
> Soweit so gut, nur was ich unter Starkzehrer lese kommt mir doch
> etwas komisch vor. Hier soll nach einer Gründüngung noch eine
> Düngung mit Frischmist im Herbst (?) plus Mistkompost im Frühjahr
> kommen. :>o

Also spricht der Biogärtner: Gründüngung im Gemüsebau ist eher zum
Humuserhalt/-aufbau als zur Düngung zu sehen. Durch die hohe
Bearbeitungsintensität im Gemüsebau (=zu viel Bodenluft ) wird dort sehr
schnell und viel Humus abgebaut. Die Gründünúng ist zuwischen Gemüsekulturen
dort - anders als das überjähige oder mehrjährige Kleegras im der
Landwirtschaft - immer nur kurzfristig und unter Düngeaspekten nicht so der
Hit. Wer Viehzeug hat oder viel Platz, kann durchaus ein- bis zweijähriges
Kleegras in seine Fruchtfolge aufnehmen.
Was die Hamburer so schreiben finde ich auch merkwürdig.
Üblicherweise sollte die Gründüngung zur Verhinderung von
Nährstoffauswaschungen über den Winter stehen bleiben. Frischmist im Herbst
ist eine Sauerei ! Da findest Du die Nitrate dann im Ablaufwasser. Wenn
Frischmist, dann meinetwegen im Frühjahr. Besser ist aber immer, den Mist zu
kompostieren !
Die Hamburger mögen evtl. Argumentieren, daß durch Gründüngungsumbruch und
Mistdüngung im Herbst für das Frühjahrswachstum hinreichend mineraliserte
Nährstoffe zur Verfügung stehen. Erscheint logisch, ist aber durch Versuche
an Gartenbauanstalten inzwischen widerlegt. Die Nährstoffe aus dem Abbau der
Gründüngung haben auf die nachfolgende Gemüsekultur sogar keinen Einfluss
gehabt! Aber Humus- und bodenpflege ist ja auch was.

Also Mist(-Kompost) im Frühjahr ist ok. Im Herbst könnte ich mir vorstellen,
die Gründüngung schon mit dem Kompost zu füttern, wenn es denn sein soll.
Bei den gefräßigen Gemüsekulturen muss jeder Biogärtner zudüngen. Meist
Stickstoff mit Horn, Rhizinus oder Rapsschrot aus der Tüte.

> Selbst bei Schwachzehrern soll im Spätwinter (?) Reifekompost
> eingebracht werden ;>

Spätwinter ist so was wie Frühfrühling ;-) Da habe ich keine Probleme mit,
da die Nährstoffe im Reifkompost fest organisch gebunden sind und erst mit
der Wärme relativ langsam pflanzenverfügbar mineralisiert werden. Bei
optimaler Mineralisierung hast du im ganzen Jahr der Anwendung noch nicht
einmal 10 % des im Kompost gebundenen Stickstoffes Pflanzenverfügbar.

( und dann wollen sie dort Legominosen wie
> Bohnen anbauen.

Wo ist das Problem?. Bohnen brauchen entgegenlandläufiger Ammenmärchen am
Anfang durchaus etwas Futter zum starten und immer viel Humus! Reifkompost
mineralisiert sooo langsam, daß da nichts falsches passieren kann.
>
> Als Starkzehrer werden Kartoffeln, alle Kohlarten, Porree, Spinat,
> Tomaten und Zuckermais angegeben. Als Schwachzehrer wird sogar die
> Gartenkresse angegeben.

Gartenkresse ist eher ein Garnichtzehrer ;-)

> Dauerkulturen sollen Rhabarber und Erdbeeren sein.?:>(

Wha not.... obwohl Erdbeeren so dauerhaft auch nicht sind.

> Ganz vorne steht zwar etwas über die Kreutzblüter, die nicht
> hintereinander angebaut werden sollen, nur wie lange steht da nicht.

Bei den langstehenden Kulturen immer auf das Starkzehrerbeet und gut ist es.
Kohlrabi und solche schnell räumenden Kreuzblüterkulturen gehen auch
gefahrlos auf den anderen Beeten. Bis da die Kohlhernie kommt, sind die
Kohlrabi verspeist.

Vielleicht habe ich nach dem 26. November neue Erkenntnisse. Vorher bin ich
3 Tage auf einem Bio-Gartenbau-Seminar wo es nur um Boden und (Grün-)Düngung
geht.

Freundliche Grüße

Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
--
http://www.srgruenhaus.de
Ökologische Dachbegrünung Know how, Material und Grün aus Naturland
anerkanntem ökologischen Gartenbau

Ralf Gutzki (2003-11-11 14:48:59)

Stephan Romahn schrieb:
>...>
> Also spricht der Biogärtner: Gründüngung im Gemüsebau ist eher zum
> Humuserhalt/-aufbau als zur Düngung zu sehen.

Hi Stephan,

kannst mal sehen wie wichtig eine Seite Fruchtfogle in der FAQ ist.
Ich werde mir das gleich mal abspeichern. Danke für die Info :>x

>..>
> Was die Hamburer so schreiben finde ich auch merkwürdig.

Also mit "Hamburger" ist eine Gartenzeitung gemeint. Nicht das da
jemand etwas anderes denkt :>)

> Frischmist im Herbst ist eine Sauerei !
^
Jo, und das plenken nehme ich dann auch später wierder raus :>)

>Da findest Du die Nitrate dann im Ablaufwasser.

Grundwasser wird das wohl heißen.

> Wenn
> Frischmist, dann meinetwegen im Frühjahr. Besser ist aber immer,
> den Mist zu kompostieren !

Jo, Frischer Mist ist zu "scharf". Oder wie kann ich das noch besser
erläutern?

>...<
> Also Mist(-Kompost) im Frühjahr ist ok. Im Herbst könnte ich mir
> vorstellen,
> die Gründüngung schon mit dem Kompost zu füttern, wenn es denn
> sein soll.

Du willst nicht die Knölchenbakterienwurzeln aus den Boden
pulen und auf den Kompost geben. Oder? Umgraben sollte hier
doch langen. Oder wie?

> Bei den gefräßigen Gemüsekulturen muss jeder Biogärtner zudüngen.
> Meist
> Stickstoff mit Horn, Rhizinus oder Rapsschrot aus der Tüte.

Sollte das nicht schon im Kompost sein? Oder wird hier noch
zusätzlich etwas auf das Beet gegeben?

>
> > Selbst bei Schwachzehrern soll im Spätwinter (?) Reifekompost
> > eingebracht werden ;>
>
> Spätwinter ist so was wie Frühfrühling ;-)

Ach! Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? :>)

>Da habe ich keine Probleme mit, ...

Ich ja auch nicht.
Wenn da Bier drinne war ist es bei mir immer leer :>)

>... da die Nährstoffe im Reifkompost fest organisch gebunden sind
> und erst mit
> der Wärme relativ langsam pflanzenverfügbar mineralisiert werden.

Durch die Mikroorganismen im Boden.....

> Bei
> optimaler Mineralisierung hast du im ganzen Jahr der Anwendung
> noch nicht
> einmal 10 % des im Kompost gebundenen Stickstoffes
> Pflanzenverfügbar.

Auch nicht mit Brenesseljauche und Hornspänen im Kompost?

>...>
> Gartenkresse ist eher ein Garnichtzehrer ;-)

Huch! Da war ich wohl in der Falschen Tabelle?
Ich hatte mit der Gartenkresse immer Probleme mit dem Boden
und baue sie inzwischen nicht mehr an.

>
> > Dauerkulturen sollen Rhabarber und Erdbeeren sein.?:>(
>
> Wha not.... obwohl Erdbeeren so dauerhaft auch nicht sind.

Wat? Kümmt da nit son geschreibsel von dir, dat die Erdbeerens
im Profianbau alle jöhr woanders hin kümmen solln?
Ups schuldigung, falsches Sprachzentrum aktiviert:>)
Hattest Du da nicht geschrieben das im Profianbau die Erdbeeren jedes
Jahr gewechselt werden sollen. Ist es nicht so, dass Erdbeeren
Nematoden gradezu anziehen und den Boden versauen?

> ...>
> Bei den langstehenden Kulturen immer auf das Starkzehrerbeet und
> gut ist es.

Ist es nicht besser 4 Beete im wechsel plus Dauerbeete zu haben?

> Kohlrabi und solche schnell räumenden Kreuzblüterkulturen gehen auch
> gefahrlos auf den anderen Beeten. Bis da die Kohlhernie kommt, sind
> die Kohlrabi verspeist.

Sollte eine Pause von Kreuzblüteren nicht 4 Jahre betragen?

>
> Vielleicht habe ich nach dem 26. November neue Erkenntnisse.
> Vorher bin ich
> 3 Tage auf einem Bio-Gartenbau-Seminar wo es nur um Boden und
> (Grün-)Düngung geht.

Oh wie schön! Da wollen wir aber jetzt alle was von haben :>)
Schnur uns das mal als Weihnachtsgeschenk zusammen :>)

tschüs...ralf

--
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Teilspiegelung: http://www.planten.de/gartenfaq/

"Stephan Romahn" (2003-11-11 18:00:31)

Hi Ralf,
>
> kannst mal sehen wie wichtig eine Seite Fruchtfogle in der FAQ ist.
> Ich werde mir das gleich mal abspeichern. Danke für die Info :>x
>
> >..>
> > Was die Hamburer so schreiben finde ich auch merkwürdig.
>
> Also mit "Hamburger" ist eine Gartenzeitung gemeint. Nicht das da
> jemand etwas anderes denkt :>)
>
> > Frischmist im Herbst ist eine Sauerei !
> ^
> Jo, und das plenken nehme ich dann auch später wierder raus :>)
>
> >Da findest Du die Nitrate dann im Ablaufwasser.
>
> Grundwasser wird das wohl heißen.

Wenn das Ablaufwasser in den Grund läuft, dann meinetwegen. Zuweilen fließt
Wasser auch in Bäche und Vorfluter, oder ;-)))
>
> > Wenn
> > Frischmist, dann meinetwegen im Frühjahr. Besser ist aber immer,
> > den Mist zu kompostieren !
>
> Jo, Frischer Mist ist zu "scharf". Oder wie kann ich das noch besser
> erläutern?

Also, ob Mist Scharf oder nicht scharf ist, weiß ich nicht. Da stehe ich
eher auf Pfeffer und Peperoni ;-) Kompostiert sind aber die Nährstoffe
nachhaltig in organischer Substanz gebunden und stehen der Pflanze i. D. R.
besser/schonender zur Verfügung.

>
> >...<
> > Also Mist(-Kompost) im Frühjahr ist ok. Im Herbst könnte ich mir
> > vorstellen,
> > die Gründüngung schon mit dem Kompost zu füttern, wenn es denn
> > sein soll.
>
> Du willst nicht die Knölchenbakterienwurzeln aus den Boden
> pulen und auf den Kompost geben. Oder? Umgraben sollte hier
> doch langen. Oder wie?

Ein guter Gärtner ist stinkfaul ! Also abhacken oder leicht einarbeiten.
>
> > Bei den gefräßigen Gemüsekulturen muss jeder Biogärtner zudüngen.
> > Meist
> > Stickstoff mit Horn, Rhizinus oder Rapsschrot aus der Tüte.
>
> Sollte das nicht schon im Kompost sein? Oder wird hier noch
> zusätzlich etwas auf das Beet gegeben?

Wenn man vernünftig mit Kompost arbeitet, dann ist im ökologischen Gemüsebau
Stickstoff immer das Minimum. Für Gemüse i.d.R. zu wenig ! Also
bedarfsberecht an die Kultur geben.
>
> >... da die Nährstoffe im Reifkompost fest organisch gebunden sind
> > und erst mit
> > der Wärme relativ langsam pflanzenverfügbar mineralisiert werden.
>
> Durch die Mikroorganismen im Boden.....

Genau, wenn die aus dem "Winterschlaf" erwacht sind, geht es los.
>
> > Bei
> > optimaler Mineralisierung hast du im ganzen Jahr der Anwendung
> > noch nicht
> > einmal 10 % des im Kompost gebundenen Stickstoffes
> > Pflanzenverfügbar.
>
> Auch nicht mit Brenesseljauche und Hornspänen im Kompost?

Brennesseljauche ist KEIN DÜNGER und schon gar nicht von Stickstoff. Auch
wenn es immer wieder gebetsmülehartig verbreitet wird. Es mag lediglich
sein, daß das Gebräu dem Bodenleben so etwas wie der "Turbo" ist und dann
durch vermehrte Arbeit mehr organisch gebundene Nährstoffe pflanzenverfügbar
mineralisiert werden. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn Horn im Kompost ist, kann da natürlich viel mineralisert werden. Zu
viel, das dann ausgewaschen wird ! also lieber auf die Kultur dühgen.

>
> >...>
> > Gartenkresse ist eher ein Garnichtzehrer ;-)
>
> Huch! Da war ich wohl in der Falschen Tabelle?
> Ich hatte mit der Gartenkresse immer Probleme mit dem Boden
> und baue sie inzwischen nicht mehr an.
>
> >
> > > Dauerkulturen sollen Rhabarber und Erdbeeren sein.?:>(
> >
> > Wha not.... obwohl Erdbeeren so dauerhaft auch nicht sind.
>
> Wat? Kümmt da nit son geschreibsel von dir, dat die Erdbeerens
> im Profianbau alle jöhr woanders hin kümmen solln?
> Ups schuldigung, falsches Sprachzentrum aktiviert:>)

Ich nix plattdütsch, aber verstehe diese ;-) So isses !

> Hattest Du da nicht geschrieben das im Profianbau die Erdbeeren jedes
> Jahr gewechselt werden sollen.

Oder alle zwei.

> Ist es nicht so, dass Erdbeeren
> Nematoden gradezu anziehen und den Boden versauen?

Wäre mir neu.


Freundliche Grüße

Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
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anerkanntem ökologischen Gartenbau