Garten
schmale hohe Hecke
Hallo,
ich möchte um mein Grundstück eine schmale hohe Hecke (ca. 1,90m)
pflanzen.
Was eignet sich hierzu?
Habt Ihr mir einen Link, wie die aussieht.
LG
Sandra
Antwort an Sandra Wörtz auf die Nachricht von Sat, 11 Sep 2004
20:53:55 +0200
>
> ich möchte um mein Grundstück eine schmale hohe Hecke (ca.
> 1,90m) pflanzen. Was eignet sich hierzu?
Beispiel Thuja. Sie sind hier ungeliebt, weil ein fleißiger,
wertvoller Vielschreiber Argumente (stichhaltige, zugegeben) gegen
sie sammelt, aber mir sind meine trotzdem lieb. Sie sind billig,
unverwüstlich, immergrün, wachsen 30 cm pro Jahr und aufgrund
ihrer Wachstumsform kann man sie mit etwas Abstand (bei mir 60 cm)
so setzen, daß sie nicht zusammenwachsen, sondern Bäume bleiben,
aber ein Einblick in schräger Richtung trotzdem nicht möglich ist.
Weitere Erfahrung habe ich mit Buchenhecken. Sie wuchern
ausufernd (also nicht wie Nadelbäume, z.B. Thuja, regelmäßig
nach
oben), sind daher sehr pflegeaufwendig, verlieren ihre Blätter im
Frühjahr (schlecht z.B., wenn ein Teich daneben liegt) und ab
Herbst sehen die verwelkten, verschrumpelten Blätter gar nicht
ermunternd aus.
> Habt Ihr mir einen Link, wie die aussieht.
Armes Hascherl - hast Du keine Hecken in Sichtweite?
Hannes Birnbacher wrote:
> [Thuja] Sie sind billig,
> unverwüstlich, immergrün,
Gerade unverwüstlich stimmt nun nicht, ich lese immer wieder von braun
werdenden Thujen. Sie brauchen wohl sehr viel Wasser, müssen also bei
Trockenheit gegossen werden. Liguster- oder Buchenhecken dagegen nicht,
wenn sie eingewachsen sind, sie sind also deutlich pflegeleichter.
> Weitere Erfahrung habe ich mit Buchenhecken. Sie wuchern
> ausufernd (also nicht wie Nadelbäume, z.B. Thuja,
regelmäßig nach
> oben), sind daher sehr pflegeaufwendig, verlieren ihre Blätter im
> Frühjahr (schlecht z.B., wenn ein Teich daneben liegt) und ab
> Herbst sehen die verwelkten, verschrumpelten Blätter gar nicht
> ermunternd aus.
Wenn ich eine Buchenhecke beschreiben sollte, würde das ganz anders
klingen. *g* Ich finde Buchenhecken wunderschön, gerade, wenn man Blut-
und Hainbuche kombiniert. Das frische, helle Grün neben den satten,
dunkelroten Blättern. Ob die Hecke im Winter trist aussieht, ist egal,
da bin ich eh kaum draußen.
Bis zwei Meter hoch wird auch noch Liguster, der sich auch gut
beschneiden, also auch recht schmal halten lässt. Aber schmal ist
natürlich relativ.
Sandra sollte sich mal äußern, was sie unter schmal versteht. Eine
Zentimeterangabe wäre hilfreich. Und für Bilder sollte sie einfach
die
Pflanzennamen bei google eingeben.
Die schmalste grüne Lösung ist ein Rankspalier mit Kletterpflanzen.
Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/get.htm
Antwort an Kathinka Wenz auf die Nachricht von Sun, 12 Sep 2004
10:08:11 +0200
>
> > [Thuja] Sie sind billig,
> > unverwüstlich, immergrün,
>
> Gerade unverwüstlich stimmt nun nicht, ich lese immer wieder von
> braun werdenden Thujen. Sie brauchen wohl sehr viel Wasser,
> müssen also bei Trockenheit gegossen werden. Liguster- oder
> Buchenhecken dagegen nicht, wenn sie eingewachsen sind, sie sind
> also deutlich pflegeleichter.
Dass die ungeliebte gemeindliche Buchenhecke längs meines
Grundstückes nicht umzubringen ist, halte ich für einen ihrer
gravierendsten Nachteile;-). In Lehm und Bauschutt gepflanzt,
ausser von mir niemals gegossen, gehackt oder gedüngt, es sei denn
mit ausgekippten Aschenbechern und Motoröl, wächst sie
unverdrossen und sät sich auch noch in meine Beete, den
Kiesstreifen ums Haus usw. aus...
Thujen werden innen auch bei mir im Einzelfall schon mal braun, zu
meinem anfänglichen Kummer eine besondere (hübsch golden), die im
Gartencenter zu den billigen gestellt war, am meisten. Aber auch
die habe ich mit, wie Du schreibst, reichlich Wasser sowie
jährlichen Gaben von Bittersalz (Magnesiumverbindung) sowie
gelegentlichen, mäßigen Düngergaben bisher durchgepäppelt.
> Die schmalste grüne Lösung ist ein Rankspalier mit
> Kletterpflanzen.
Gute Idee:-). Bloß halt nicht immergrün und wohl auch nicht
die ganze warme Jahreszeit blickdicht (Clematis z.B. fangen m.W.
jedes Jahr von vorne an...).
Hannes Birnbacher wrote:
> Dass die ungeliebte gemeindliche Buchenhecke längs meines
> Grundstückes nicht umzubringen ist, halte ich für einen ihrer
> gravierendsten Nachteile;-). In Lehm und Bauschutt gepflanzt,
> ausser von mir niemals gegossen, gehackt oder gedüngt, es sei denn
> mit ausgekippten Aschenbechern und Motoröl, wächst sie
> unverdrossen und sät sich auch noch in meine Beete, den
> Kiesstreifen ums Haus usw. aus...
Huch? Schneidest du sie nicht? Ich habe noch nie erlebt, dass die
Buchenhecke meiner Eltern geblüht hätte.
Nur interessehalber: Meinst du eigentlich Buche oder Hainbuche? Mir
persönlich gefällt Buche besser.
> Thujen werden innen auch bei mir im Einzelfall schon mal braun, zu
> meinem anfänglichen Kummer eine besondere (hübsch golden), die
im
> Gartencenter zu den billigen gestellt war, am meisten. Aber auch
> die habe ich mit, wie Du schreibst, reichlich Wasser sowie
> jährlichen Gaben von Bittersalz (Magnesiumverbindung) sowie
> gelegentlichen, mäßigen Düngergaben bisher
durchgepäppelt.
Also nicht unverwüstlich. q.e.d.
> > Die schmalste grüne Lösung ist ein Rankspalier mit
> > Kletterpflanzen.
> Gute Idee:-). Bloß halt nicht immergrün und wohl auch nicht
> die ganze warme Jahreszeit blickdicht (Clematis z.B. fangen m.W.
> jedes Jahr von vorne an...).
Erstens kann ich mich nicht an die Forderung des OP erinnern, dass die
Hecke immergrün zu sein hat (ja tatsächlich, das ist nicht jedem
wichtig), und zweitens kann man sich sicher auch eine Lösung mit Efeu
einfallen lassen.
Letztendlich ist Thuja oder Buche eine reine Geschmackssache, über die
sich nicht streiten lässt. Ich würde die Buche nehmen, wenn ich mich
dazwischen entscheiden müsste, du die Thuja. Wobei ich mich letztendlich
für eine Kombination Blühhecke und Rankpflanzen entschieden habe.
Aber
schmal ist das sicher nicht. ;-)
Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/get.htm
Am Sun, 12 Sep 2004 12:45:29 +0200 schrieb Kathinka Wenz:
> Erstens kann ich mich nicht an die Forderung des OP erinnern, dass die
> Hecke immergrün zu sein hat (ja tatsächlich, das ist nicht jedem
> wichtig), und zweitens kann man sich sicher auch eine Lösung mit Efeu
> einfallen lassen.
Moin,
ich habe da als Sichtschutz zum Nachbarn ein billiches Rankgitter aus
dem Baumarkt (Hoehe ca. 2m) mit Efeu geerbt. Das ganze Jahr gruen und
pflegeleicht. Dass das Zeug alle 4 Wochen etwas zurueckgeschnibbelt
werden muss stoert nicht wirklich. Breite, je nach Wunsch, zwischen 20
und 50 cm.
Lass wachsen das Kroppzeug.
Edg@r
--
Einfach ist genial
Die FAQ für de.etc.beruf.selbstaendig: www.debs-faq.de
Antwort an Kathinka Wenz auf die Nachricht von Sun, 12 Sep 2004
12:45:29 +0200
>
> > Dass die ungeliebte gemeindliche Buchenhecke längs meines
> > Grundstückes nicht umzubringen ist, halte ich für einen
ihrer
> > gravierendsten Nachteile;-). In Lehm und Bauschutt gepflanzt,
> > ausser von mir niemals gegossen, gehackt oder gedüngt, es sei
> > denn mit ausgekippten Aschenbechern und Motoröl, wächst sie
> > unverdrossen und sät sich auch noch in meine Beete, den
> > Kiesstreifen ums Haus usw. aus...
>
> Huch? Schneidest du sie nicht?
Ich bin hier zugezogen, als die Buchenhecke zwischen meinem
Grundstück samt EG-Fenstern und einem öffentlichen Parkplatz
(schön staubig mit gewalztem Kies) um 80 cm hoch gehalten wurde,
und hab dann mit dem zur Pflege berechtigten Heimatverein
vereinbart, dass ich alle Arbeit mache und die Hecke mannshoch
wachsen lasse.
Als sie so hoch geworden war, hatte man sichs anders überlegt und
sie wieder auf 80 cm runtergeschnitten, sodaß ich, prinzipiell an
einem einzigen Tag, meine Thujahecke aus damals 1.40 mtr. hohen
Pflanzen (d.h. winzigen Bäumchen, deren oberster Spross mit Ziehen
und Recken zwischen 1.20 und 1.40 mtr. hoch kam) dagegensetzte.
Auf der anderen Seite des Parkplatzes hatte ein Nachbar dieselben
Probleme und konnte dann davon profitieren "Wenn Ihr bei mir der
Hecke mit einer Schere auch nur nahekommt, setz ich sofort auch
eine dagegen".
Das nächste war dann, dass die Gemeinde bzw. die, die kostenlos
auf eigenes Risiko die Sklaven dafür spielten, eben die Mitglieder
des Heimatvereines, die Hecke die nächsten 3 Jahre auf 4 mtr. hohe
Bäume wachsen ließen. Dieses Jahr hatte ich pragmatisch (meine
"Gegner" leisteten ja auch ihre Arbeit kostenlos fürs
Gemeinwohl)
wenigstens die starken (ca. 3 cm und mehr) Triebe
von unten an rausgeschnitten, zerlegt und im Inneren meines Pkw in
ein paar Fahrten zu einem legalen Astsammelplatz gebracht.
Genau gestern sah ich die Jungs die nicht betroffenen Heckenteile
zwischendrin wieder mal in Facon schneiden. So brachte ich die
Frechheit auf, zu den Typen zu pilgern und zu sagen, sie könnten
die Buchenhecke bei mir ruhig wieder sauber runterschneiden, meine
Thuja seien groß genug und ich selber würde sie bestimmt bis
nächstes Jahr nicht mal mehr begradigen können. Da ich zum
Glück, da kürzlich was gebrochen habend, im Verband dastand, weil
ich den nicht ausziehen kann, haben sies mir auch ohne weiteres
abgenommen. Also ist, um Deine Frage zu beantworten, diese
Buchenhecke in Zukunft wieder auf ca. 1.40 mtr. statt 4 mtr.
geschnitten.
Mindestens zwei optimistische kleine Buchensträucher in meinen
Beeten zum Selbstausbuddeln sind noch zu vergeben;-).
Den Unterschied von Hainbuchen zu normalen Buchen hab ich
vergessen. Die Blätter sind hell grün und bleiben bis weit in den
Februar/März an den Zweigen.
Hannes Birnbacher wrote:
> Den Unterschied von Hainbuchen zu normalen Buchen hab ich
> vergessen. Die Blätter sind hell grün und bleiben bis weit in
den
> Februar/März an den Zweigen.
Hellgrün spricht für Hainbuche.
Der Unterschied ist ziemlich einfach: Buchen haben Bucheckern,
Hainbuchen, da sie zur Familie der Birken hgehören, nicht. Ihre
Früchte
sehen so puschelig aus.
Aber klar, wenn man die Pflanzen ungehindert zu Bäumen heranwachsen
lässt, und beide, sowohl Buchen wie auch Hainbuchen werden weit über
10m
hoch, dann blühen sie auch uns samen sich damit natürlich aus. Wir
haben
hier beides, Rotbuche beim vorderen Nachbarn, Hainbuche beim hinteren.
Es sind wunderschöne Bäume. Einen Hainbuchensämling ziehe ich
gerade als
Bonsai. ;-)
Meine Eltern haben eine 2m hohe Buchenhecke, Blutbuche und immer mal
wieder vereinzelt als Farbtupfer eine Hainbuche dazwischen gestreut. Sie
wird, wie die meisten Hecken, zweimal im Jahr geschnitten und sieht
wunderschön aus.
Allerdings dürftest du mit deinem Tipp dichter an den Forerungen der OP
liegen, Thuja-Hecken sind sicherlich schmaler als Buchenhecken. Wie
breit ist eine 2m hohe Thuja-Hecke eigentlich im unteren Bereich? Die
Buche dürften es auch ca. einen Meter bringen.
Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/get.htm