Garten

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Schrappelholz

"Thomas Foerster" (2005-06-10 03:05:17)

Hallo liebe Gartenfreunde.

Ich bin neu in dieser Gruppe und eigentlich auch neu im Bereich
Gartenbau. Habt also bitte Verständnis für meine vielleicht laienhaften
Fragen :-)

Seit zwei Monaten kann ich einen kleinen (klitzekleinen) Garten hinterm
Haus nutzen. Leider haben mir meine lieben Mit-Hausbewohner ausgerechnet
das arbeitsintensivste Stück überlassen. Ich würde das gern einmal näher
beschreiben, vielleicht gibt es ja Tips für einen Anfänger für mich, die
ich unbedingt befolgen sollte.
Bevor jemand fragt, sage ich es lieber gleich:

[X] Ich habe diese ng schon einmal gelesen und nach mir relevanten
Stichpunkten durchsucht.
[X] Ich habe die FAQ gelesen
[X] Ich bin bei manchen Problemen fündig geworden
[ ] Ich bin bei allen Problemen fündig geworden
[ ] Ich frage aus Jux und Dollerei

Also, ich beschreibs mal kurz:
Man verwies mich auf ein handtuchgroßes Stück Sauerkirsch-Wald. Das Beet
darunter hatte ich schnell durchgeackert, es sollte ja keine Langeweile
aufkommen :-) Leider nahmen mir die Sauerkirschen (keine richtigen
Bäume, nur armdicke Sprießer) dauernd die Sonne weg. Deshalb habe ich
ein paar von denen abgesäbelt, zerkleinert und erst mal einen großen
Stapel Schrappelholz aufgebaut. Wenn ich einen Kamin hätte, könnte ich
damit einen Winter lang heizen. (btw: Edgar wollte das haben, glaub ich,
aber bitte nur per Selbstabholer Raum Leipzig/Halle, Flughafen
vorhanden.)

Mittlerweile habe ich wieder ein bissel Sonne auf meinem Beet und auch
schon die ersten Radieschen geerntet. Riesengroß die Dinger, liegt aber
vielleicht daran, dass der Boden jahrelang nicht genutzt wurde.
Jedenfalls erschrecke ich mich jedesmal wenn ich so eins ausreiße.
(Manchmal denke ich, hier fehlt ne Frau im Haus. Dann könnte ich nämlich
auch einmal zwei Radieschen ernten, um alle satt zu kriegen ;-)
Den Rest der Bäume werde ich wohl nach und nach beseitigen, nur wohin
mit dem Holz? Abkokeln geht nicht - Wohngebiet. Biotonne geht auch
nicht - zu klein und wird zu selten geleert.
Hat jemand eine Idee?
Ich hab schon an Eingraben gedacht, aber ich denke, die verfu.....
Sauerkirschen werden dann immer wieder neu treiben, nur aus Schabernack
und um mich zu ärgern. Ich glaube, das ist dasselbe wie mit den wilden
Brombeeren (threads hierzu hab ich alle gelesen, war lustik :-)

Ein zweites ungenutztes Gartenstück habe ich mir dann auch noch
"angeeignet", weil da schon eine kleine Wiese vorhanden ist. Grill
aufgestellt, Tisch, Stühle; Würstchen gegrillt, fertig. Meins! So
einfach geht das :-) Meine neuen Nachbarn bewundern mich schon, weil ich
dauernd mit dem Spaten unterwegs bin.
Neben der kleinen Wiese, wen wunderts, eine riesige Brombeerhecke
*grusel*. Ich hab mal zum Spaß einige der neuen Ranken angehoben. Können
gut und gerne 4-5 Meter lang sein. Und zwischendrin lauter
undefinierbares Gewächs. Da muss ich wohl erst mal die Blüte abwarten,
um rauszukriegen, was das ist bzw. noch werden will. Auf jeden Fall
schwant mir nix Gutes und die Bio-Tonne vorm Haus ist meine, sobald sie
geleert wurde :-)

Ach so, was macht man gegen perfide Nachbarn? Ich habe heute einen
getroffen von gegenüber meinem Zaun, der lief die ganze Zeit mit ner
Gartenschere rum und knipste alles ab, was über den Zaun ragte, selbst
Gras. Soweit ich das aus seinem Gelaber mitbekommen habe, gehts ihm um
den Kiesweg, damit der schön kiesig bleibt :-)

Ich habe auch den Verdacht, dass er irgendein Zeugs heimlich über den
Zaun schüttet, damit meine Pflanzen nicht auf seinen Weg wuchern können.
(was ich ja jetzt eigentlich verhindern wollte, indem ich den Wildwuchs
eindämme, aber er macht es wohl vorsorglich)
Das sieht auch so aus, denn obwohl die Brombeeren wuchern wie verrückt,
ist nahe meinem Zaun eine ca. ein Meter breite Fläche "totes Land". Das
habe ich jetzt erst mal kurz umgeackert, weil man da gut rankommt, ohne
dass einen die Brombeere andauern angrapscht, und mit einjährigen Blumen
eingesät. Wenn er mir da was reinkippt, nachts und heimlich, dann
erwische ich ihn, den Saukerl. Von meiner Wohnung aus habe ich einen
guten Blick darauf und nachts schlafe ich sowieso kaum. Und am Tage wird
er es wohl kaum wagen. Wenn ich ihn erwischen sollte, gibbes
Pfefferspray direkt in die blanke nese. Das wird er sich merken, der
Kies-Freak :-)

Aber mal im Ernst. Wie geht man mit solchen Typen rational um, damit es
nicht erst eskaliert?
Mit den Leuten reden, ja ist o.k. Nur bin ich nicht gerade rhetorisch
begabt, es mit solchen Typen aufzunehmen, die morgens halb 8 schon mit
der Schere ums Haus schleichen und offensichtlich besoffen sind. Eine
Kippe und ein Bier anbieten soll ja angeblich Wunder bewirken, nur hatte
ich gerade nicht parat. Werde ich mir mal zurechtlegen, falls der wieder
auftaucht. Wenn er erst mal mein Bier gesoffen hat, kann er gar nicht
mehr so garstig sein. Und wenn doch, fackele ich ihm seine Thujas ab,
auch wenn noch nicht Weihnachten ist. :-)
Und wenn alles nix hilft, gibt es noch die stürmischen Herbstnächte.
Einfach ein paar Kumpels mitnehmen, den Unkraut-Ex-Sprüher finden und
ihm sagen wo der Gartenzaun ist.

So stelle ich mir mein neues Gartenparadies vor.
War das jetzt zu drastisch?

Es geht auch softiger: Potentiellen Missetäter zu Kaffe und Kuchen
einladen, Grill anwerfen, Steaks in Missetäter reinstopfen, Bierkasten
entleeren (in den Missetäter), Missetäter nach Hause geleiten
(schwankend), Freundschaft schließen (vor der Haustür), nach Hause
gehen, gut schlafen, lächeln im Schlaf.

Ich wollte nur vorbeugend sichergehen, daher meine Fragen hier. Wens
nicht interessiert, ignoriert es einfach.

mfg

--
Picco°l°o
Jagdwaffen aus Suhl schiessen gut.
Davon koennen 3000 tote Hasen ein Lied singen.

Gartener (2005-06-09 23:05:03)


"Steffen Stein" (2005-06-09 23:05:03)

Thomas Foerster wrote:
> ...Biotonne geht auch
> nicht - zu klein und wird zu selten geleert.
> Hat jemand eine Idee?

frag mal den Entsorgungsbetrieben nach, oft kann man Gr

Kathinka Wenz (2005-06-10 08:17:30)

Thomas Foerster wrote:

> Den Rest der Bäume werde ich wohl nach und nach beseitigen, nur wohin
> mit dem Holz? Abkokeln geht nicht - Wohngebiet. Biotonne geht auch
> nicht - zu klein und wird zu selten geleert.
> Hat jemand eine Idee?

Beim örtlichen Versorger Nachfragen, bei uns haben die den sogannten
Kofferraum-Service, sprich, du kannst kostenlos einen Kofferraum voll
Bio-Müll am Samstag morgen zu ihnen bringen.

> Ich hab schon an Eingraben gedacht, aber ich denke, die verfu.....
> Sauerkirschen werden dann immer wieder neu treiben, nur aus Schabernack
> und um mich zu ärgern. Ich glaube, das ist dasselbe wie mit den wilden
> Brombeeren (threads hierzu hab ich alle gelesen, war lustik :-)

*lach* Nein, das Sauerkirschholz ist tot. Du solltest aber nicht
vergessen, die Wurzeln rauszuholen.

Aber du müsstest es schon sehr tief vergraben, damit es dich beim
gärtnern nicht stört.

> Ich habe auch den Verdacht, dass er irgendein Zeugs heimlich über den
> Zaun schüttet, damit meine Pflanzen nicht auf seinen Weg wuchern können.
> (was ich ja jetzt eigentlich verhindern wollte, indem ich den Wildwuchs
> eindämme, aber er macht es wohl vorsorglich)

Dann freu dich doch und mache ihn noch auf die Bormbeeren aufmerksam.
Die samen sich aus, er wird ständig Sämlinge auf seinem Grundstück
haben... *horrorszenarienmal*

> Aber mal im Ernst. Wie geht man mit solchen Typen rational um, damit es
> nicht erst eskaliert?

Vorschlag: Bau eine Wurzelsperre an der Grenz ein (billige
Rasenkantsteine tun es schon), dass er sieht, dass du verhinderst, dass
dein Kram zu ihm rüberwächst. Und dann pflanze halt nichts, was wuchert
oder besonders groß wird und alles mit etwas Abstand. Konfrontaion
bringt da meines Erachtens wenig, du bist zwar im Recht, er darf nix zu
dir rüber sprühen, aber wie willst du das beweisen? Die Geste, dass du
dafür sorgst, dass nix zu ihm kommt, könnte schon Wunder wirken.

Gruß, Kathinka

Monika Cisch (2005-06-10 08:06:15)

Thomas Foerster wrote:

> (Manchmal denke ich, hier fehlt ne Frau im Haus. Dann könnte ich nämlich
> auch einmal zwei Radieschen ernten, um alle satt zu kriegen ;-)

Da koennen wir hier Dir weniger helfen, das musste schon alleine regeln.
;-)

> Den Rest der Bäume werde ich wohl nach und nach beseitigen, nur wohin
> mit dem Holz? Abkokeln geht nicht - Wohngebiet. Biotonne geht auch
> nicht - zu klein und wird zu selten geleert.
> Hat jemand eine Idee?

Kompostieranlage? Da muss zwar hinfahren, dafuer bekommt man oft den
Kompost noch guenstiger.

Alternativ dazu schreddern und mit all dem anderen Geraffel ne
Kompostmiete anlegen.

> Das sieht auch so aus, denn obwohl die Brombeeren wuchern wie verrückt,
> ist nahe meinem Zaun eine ca. ein Meter breite Fläche "totes Land". Das

Aua.

> Aber mal im Ernst. Wie geht man mit solchen Typen rational um, damit es
> nicht erst eskaliert?

Ich wuerd erstmal abwarten, was passiert, wenn er sieht, dass Du die
Brombeerhecken etc selber eindaemmst. Und nicht wachsende Sommerblumen
muessen nicht vom Nachbarn verursacht sein, da koennen auch Schnecken
und aehnliches Geviechzeugs dahinterstecken ;-)

cu
Monika

Edgar Warnecke (2005-06-10 08:59:07)

Am Fri, 10 Jun 2005 03:05:17 +0200 schrieb Thomas Foerster:

> Hallo liebe Gartenfreunde.

Moin,

> Seit zwei Monaten kann ich einen kleinen (klitzekleinen) Garten hinterm
> Haus nutzen. Leider haben mir meine lieben Mit-Hausbewohner ausgerechnet
> das arbeitsintensivste Stück überlassen. Ich würde das gern einmal näher
> beschreiben, vielleicht gibt es ja Tips für einen Anfänger für mich, die
> ich unbedingt befolgen sollte.

herzlichen Glueckwunsch,

> Bevor jemand fragt, sage ich es lieber gleich:

ROTFL,
den Disclaimer habe ich mir mal an die Seite gelegt :-)

[Holz]
> Stapel Schrappelholz aufgebaut. Wenn ich einen Kamin hätte, könnte ich
> damit einen Winter lang heizen. (btw: Edgar wollte das haben, glaub ich,
> aber bitte nur per Selbstabholer Raum Leipzig/Halle, Flughafen
> vorhanden.)

Jaja, das schnalle ich dem Airbus dann aufs Dach, oder wie? :-))
Du schriebst, Du hast einen Grill. Also ich habe meinen groben Holzschnitt
portionsweise im Grill abgefackelt. Wie sagen meine Polen immer?
Kleines Feuer, kleines Problem. Grosses Feuer...

> Den Rest der Bäume werde ich wohl nach und nach beseitigen, nur wohin
> mit dem Holz? Abkokeln geht nicht - Wohngebiet. Biotonne geht auch
> nicht - zu klein und wird zu selten geleert.
> Hat jemand eine Idee?

Siehe oben. Lass es aber etwas abtrocknen, sonst quiemste die ganze
Siedlung zu. Da meckert schon keiner, manche Grillorgie stinkt schlimmer.

> Neben der kleinen Wiese, wen wunderts, eine riesige Brombeerhecke
> *grusel*. Ich hab mal zum Spaß einige der neuen Ranken angehoben. Können
> gut und gerne 4-5 Meter lang sein. Und zwischendrin lauter
> undefinierbares Gewächs. Da muss ich wohl erst mal die Blüte abwarten,
> um rauszukriegen, was das ist bzw. noch werden will. Auf jeden Fall
> schwant mir nix Gutes und die Bio-Tonne vorm Haus ist meine, sobald sie
> geleert wurde :-)

Pass mit den Brombeeren auf. Letztes Jahr habe ich eine Beere geerntet und
das Gestruepp radikal zurueckgeschnitten. Dieses Jahr habe ich 6 Peitschen
von ca. 3m Laenge und tausende von Blueten. Das Zeug geht wie Gift.

Auch die scheintoten Johannisbeeren letzten Jahres tragen jetzt schon wie
verrueckt.

> Ach so, was macht man gegen perfide Nachbarn?

Falls irgendmoeglich "wegignorieren" ;-)

> Ich habe auch den Verdacht, dass er irgendein Zeugs heimlich über den
> Zaun schüttet, damit meine Pflanzen nicht auf seinen Weg wuchern können.
> (was ich ja jetzt eigentlich verhindern wollte, indem ich den Wildwuchs
> eindämme, aber er macht es wohl vorsorglich)

Solche Nachbarn haben wir auch. Leider sagen die mir nie was das fuer ein
Zeug ist welches die benutzen. Davon haette ich auch gerne was.

> Aber mal im Ernst. Wie geht man mit solchen Typen rational um, damit es
> nicht erst eskaliert?

Vorsichtig?

> So stelle ich mir mein neues Gartenparadies vor.
> War das jetzt zu drastisch?

Noe.

> Es geht auch softiger: Potentiellen Missetäter zu Kaffe und Kuchen
> einladen, Grill anwerfen, Steaks in Missetäter reinstopfen, Bierkasten
> entleeren (in den Missetäter), Missetäter nach Hause geleiten
> (schwankend), Freundschaft schließen (vor der Haustür), nach Hause
> gehen, gut schlafen, lächeln im Schlaf.

Perlen vor die Saeue.

> Ich wollte nur vorbeugend sichergehen, daher meine Fragen hier. Wens
> nicht interessiert, ignoriert es einfach.

Mache man weiter. Mal sehen was der Eroberer noch so auf die Reihe kriegt
;-)

Edg@r
--
Einfach ist genial

"Sabine Wolf" (2005-06-10 11:56:43)

Steffen Stein schrieb

>versuch es mal so, oder pflanz eine schöne Thuja-Hecke entlang des
>Zaunes zum Nachbarn, wird ihm bestimmt gefallen :-D

Aber das ginge doch auch ein, wenn der Nachbar mit Total-Herbiziden
um sich sprüht. Aber ein paar sehr wiederstandsfähige Pflanzen scheint
es ja zu geben, ich glaube, auf der Roundup-Packung stand, daß es bei
Schachtelhalm nicht wirkt.

Sabine

"Sissy Strolch" (2005-06-10 03:11:56)

Thomas Foerster schrieb:
> Ich hab schon an Eingraben gedacht, ...
Die Idee ist garnicht so schlecht. Das Holz w

"Steffen Stein" (2005-06-10 03:42:17)

Sabine Wolf wrote:
> Steffen Stein schrieb
>
> >versuch es mal so, oder pflanz eine sch