Garten
keine Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen
Hi,
seit Wochen habe ich hier im vorderen Odenwald nur eine einzige
Hornisse gesehen, keine Biene, Hummel oder Wespe! Bereits im
vergangenen Jahr, als bei mir im Garten in einem Holzstapel ein
Hummelnest war, hörte der Hummel-Betrieb ab Mitte Juni einfach auf.
Genau wie im letzen Jahr zeigt in diesem Jahr auch nur ca. jede vierte
Blüte meiner Tomaten einen Fruchtansatz. Muss ich die Befruchtung
künftig selber übernehmen?
Wo sind diese nützlichen Insekten geblieben? Habt Ihr ähnliche
Beobachtungen gemacht?
Peter
Peter Bösche wrote:
> Hi,
>
> seit Wochen habe ich hier im vorderen Odenwald nur eine einzige
> Hornisse gesehen, keine Biene, Hummel oder Wespe! Bereits im
> vergangenen Jahr, als bei mir im Garten in einem Holzstapel ein
> Hummelnest war, hörte der Hummel-Betrieb ab Mitte Juni einfach auf.
> Genau wie im letzen Jahr zeigt in diesem Jahr auch nur ca. jede vierte
> Blüte meiner Tomaten einen Fruchtansatz. Muss ich die Befruchtung
> künftig selber übernehmen?
>
> Wo sind diese nützlichen Insekten geblieben? Habt Ihr ähnliche
> Beobachtungen gemacht?
Hallo
Hummeln, Honigbienen, Wildbienen... die werden leider auch nicht
unbedingt mehr. Wie Du Dir denken kannst, leiden die (regional
unterschiedlich) auch unter der Artenarmut. Bienen können z.B. mt vielen
der verbreiiteten exotischen Pflanzen in den Gärten oder
"gefüllten"
Blüten garnichts anfangen. Dann sind da noch die Spritzmittel die den
Bienen auch nicht gut tun und obendrein brechen über die geschwächten
Völker auch noch Parasiten oder Krankheiten herrein. Dieses Jahr war es
zur wichtigen Blütezeit der Obstbäume auch noch nasskalt, da fliegen
praktisch keine Biene.
Man könnte sich natürlich helfen und selbst einen oder 2
Bienenstöcke
aufstellen....aber: Selbst wenn Du Dir die Mühe machst, schnell zerren
Dich die Nachbarn vor Gericht damit Du die gefährlichen Tiere wieder
abschaffst.
Traurig- aber wahr.
Willmut
Willmut Bunk schrieb
> Blüten garnichts anfangen. Dann sind da noch die Spritzmittel die den
> Bienen auch nicht gut tun und obendrein brechen über die
geschwächten
> Völker auch noch Parasiten oder Krankheiten herrein. Dieses Jahr war
es
> zur wichtigen Blütezeit der Obstbäume auch noch nasskalt, da
fliegen
> praktisch keine Biene.
Im Urlaub in Hessen habe ich beim Spazierengehen mehere Felder nur mit
violetten blühenden Pflanzen gesehen. Da es am Rande eines dieser Felder
Bienenstöcke standen, war meine Vermutung, es handelt sich um Felder, die
eigens für die Bienen besäht wurden. Stimmt das und was könnten
das
für Pflanzen gewesen sein?
Sabine
On Sat, 23 Jul 2005 17:00:56 +0200, Peter Bösche
wrote:
>
>Wo sind diese nützlichen Insekten geblieben? Habt Ihr ähnliche
>Beobachtungen gemacht?
>
Wespen sind tatsächlich momentan auch bei mir selten. Hornissen
eigentlich gar keine, aber das war schon immer so.
Hummeln viele wie in jedem Jahr, tummeln sich derzeit massiv in den
Malven/Stockrosen.
k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck
On Sat, 23 Jul 2005 17:33:18 +0200, "Sabine Wolf"
wrote:
>
>Im Urlaub in Hessen habe ich beim Spazierengehen mehere Felder nur mit
>violetten blühenden Pflanzen gesehen. Da es am Rande eines dieser
Felder
>Bienenstöcke standen, war meine Vermutung, es handelt sich um Felder,
die
>eigens für die Bienen besäht wurden. Stimmt das und was
könnten das
>für Pflanzen gewesen sein?
>
Nein, umgekehrt. Das ist Phacelia, die wird zur Gründüngung angebaut.
Da sie zu einer Pflanzenfamilie (Wasserblattgewächse) gehört in der
es
hier keine Nutzpflanzen gibt, hofft man dass dadurch eine zusätzlichen
Krankheiten oder Schädlinge gefördert werden.
Die Pflanze mach einen sehr schmackhaften Honig, daher stellen die
Imker ihre Stöcke ans Feld.
k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck
Willmut Bunk schrieb:
> Hummeln, Honigbienen, Wildbienen... die werden leider auch nicht
> unbedingt mehr. Wie Du Dir denken kannst, leiden die (regional
> unterschiedlich) auch unter der Artenarmut. Bienen können z.B. mt
vielen
> der verbreiiteten exotischen Pflanzen in den Gärten oder
"gefüllten"
> Blüten garnichts anfangen. Dann sind da noch die Spritzmittel die den
> Bienen auch nicht gut tun und obendrein brechen über die
geschwächten
> Völker auch noch Parasiten oder Krankheiten herrein. Dieses Jahr war
es
> zur wichtigen Blütezeit der Obstbäume auch noch nasskalt, da
fliegen
> praktisch keine Biene.
> Man könnte sich natürlich helfen und selbst einen oder 2
Bienenstöcke
> aufstellen....aber: Selbst wenn Du Dir die Mühe machst, schnell
zerren
> Dich die Nachbarn vor Gericht damit Du die gefährlichen Tiere wieder
> abschaffst.
> Traurig- aber wahr.
Das haben viele versucht, und viele sind vor dem Gericht gescheitert.
AG Augsburg
Az: 2 C 2757/97
23.01.1998
Wer keine Bienenstöcke aufstellen will, kann einfach Nisthilfen für
Solitärbinen aufstellen.
http://www.wildbienen.de/ebsc-hb0.htm
Wolfgang
Peter Bösche wrote:
> Wo sind diese nützlichen Insekten geblieben? Habt Ihr ähnliche
> Beobachtungen gemacht?
Nein. Bienen sind mir in letzter Zeit keine aufgefallen, aber die haben
wir eh nur wenig. Hummeln und Wespen gibt es jede Menge.
Gerade die Tage habe ich eine entsetzlich eingestaubte Hummel
fotografiert: ;-)
http://ichbinnicht.gaby.de/img161.jpg
Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Am Sat, 23 Jul 2005 17:00:56 +0200 schrieb Peter Bösche:
Hallo,
>Genau wie im letzen Jahr zeigt in diesem Jahr auch nur ca. jede vierte
>Blüte meiner Tomaten einen Fruchtansatz.
Tomaten werden zwar auch durch Hummeln bestäubt, aber auch oder sogar
in erster Linie durch den Wind. Voraussetzung dafür ist, dass der
Pollen sich löst, zB durch einen Windstoß oder durch kurzes
Rütteln an
den Stöcken, am besten in der Mittagszeit.
Im Freien sollte das eigentlich kein Problem sein, es sei denn, es ist
laufend feuchtes Wetter.
Beste Grüße G e r h a r d