Garten

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Hallimasch

"Erika Essandoh-Agyeman" (2005-10-28 09:02:35)

Hallo liebe Leute,

wer von euch hat schon Erfahrung mit Hallimasch im Garten. Hab gehört, der
Pilz soll sehr agressiv sein :-))

Wir haben einen Baumstumpf (Eiche) dort, und im Moment ist er voll mit den
Pilzen. Ein Flieder, zwei Meter weiter ist im Sommer gestorben und der
Wurzelbereich ist auch voll. Außerdem sind die auch im Rasen.

Befällt der Pilz auch gesunde Bäume?
Kann man außer aufessen was dagegen tun?

Gruß
Erika

Gartener (2005-10-28 19:07:27)


"Rudolf Steinmeyer" (2005-10-28 19:07:27)

>
"Erika Essandoh-Agyeman" schrieb im Newsbeitrag
news:djsieb$7na$1@online.de...
> Hallo liebe Leute,
>
> wer von euch hat schon Erfahrung mit Hallimasch im Garten. Hab gehört, der
> Pilz soll sehr agressiv sein :-))
>
> Wir haben einen Baumstumpf (Eiche) dort, und im Moment ist er voll mit den
> Pilzen. Ein Flieder, zwei Meter weiter ist im Sommer gestorben und der
> Wurzelbereich ist auch voll. Außerdem sind die auch im Rasen.
>
> Befällt der Pilz auch gesunde Bäume?
> Kann man außer aufessen was dagegen tun?
>
> Gruß
> Erika
Habe die Tage im TV Sendung über Pilze gesehen, glaube am
Dienstag WDR 3, 21.00 . Zuletzt war vom Hallimasch die Rede.
Die Amis haben den größten! Eine Biologin hatte herausgefunden,
daß er sich unterirdisch als eine Pflanze über einen Berg verbrei-
tet hat. Er hatte verschiedene Bäume besiegt, aber vorzugsweise
schwache. Von Vertilgung war Keine Rede.
>
Rudolf
>
>
>

Konrad Wilhelm (2005-10-28 19:56:46)

On Fri, 28 Oct 2005 19:07:27 +0200, "Rudolf Steinmeyer"
wrote:

>>
>"Erika Essandoh-Agyeman" schrieb im Newsbeitrag
>news:djsieb$7na$1@online.de...
>> Hallo liebe Leute,
>>
>> wer von euch hat schon Erfahrung mit Hallimasch im Garten. Hab gehört, der
>> Pilz soll sehr agressiv sein :-))
>>
>> Wir haben einen Baumstumpf (Eiche) dort, und im Moment ist er voll mit den
>> Pilzen. Ein Flieder, zwei Meter weiter ist im Sommer gestorben und der
>> Wurzelbereich ist auch voll. Außerdem sind die auch im Rasen.
>>
>> Befällt der Pilz auch gesunde Bäume?
>> Kann man außer aufessen was dagegen tun?
>>
>> Gruß
>> Erika
>Habe die Tage im TV Sendung über Pilze gesehen, glaube am
>Dienstag WDR 3, 21.00 . Zuletzt war vom Hallimasch die Rede.
>Die Amis haben den größten! Eine Biologin hatte herausgefunden,
>daß er sich unterirdisch als eine Pflanze über einen Berg verbrei-
>tet hat. Er hatte verschiedene Bäume besiegt, aber vorzugsweise
>schwache. Von Vertilgung war Keine Rede.
>>
Hab ich auch mitgekriegt. Das ist das größte bekannte Lebewesen, ist
mehr als 8 km in seiner größten Ausdehnung und viele hundert Tonnen
Masse. Dass es sich tatsächlich um einen und denselben Organismus
handelt der so groß geworden ist hat man durch genetischen
Fingerabdruck sichergestellt.

k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck

"Erika Essandoh-Agyeman" (2005-10-28 20:49:34)

"Karla Baumann" schrieb im Newsbeitrag
news:43625fa1$0$1836$4c56b896@news-read1.lambdanet.net...
> Hi,
> Erika Essandoh-Agyeman schrieb:
>
>> Hallo liebe Leute,
>>
>> wer von euch hat schon Erfahrung mit Hallimasch im Garten. Hab gehört,
>> der Pilz soll sehr agressiv sein :-))
>
> hab das gleiche Problem. Scheints gibt es nix. Ich vernichte die
> Fruchtkörper, wo ich sie nur sehe, obwohl ich sie leider nicht überall
> rechtzeitig erwische. Erst heute wieder versteckt einen Riesenhaufen "voll
> erblüter" gefunden. Mit dem Abschneiden möchte ich eine Ausbreitung durch
> Sporen verhindern. Leider ist das, was oben rauskommt, ja nur ein geringer
> Teil des eigentlichen Pilzes. Der muss sich wirklich überall breitgemacht
> haben. Mitten im Rasen und in allen Ecken - sogar zwischen den
> Pflastersteinen. Wenn ich den bekämpfen wollte, müsste ich wohl überall
> das Erdreich komlett austauschen. Ich leb demnach auf einem etwa 780
> Quadratmeter großen Pilz plus größer, denn der Nachbar kämpft auch. Ich
> hoffe der Pilz hält sich an die alten Baumstümpfe, sonstigen Mulch und
> abgestorbene Wurzelreste und lässt meine restlichen Gehölze in Ruhe - der
> wächst sogar mitten in den Büschen zwischen den Zweigen, die aus der Erde
> kommen - hoffnungslos.
> Gruss,
> Karla


Na, das frustriert mich aber jetzt, kein Mittel hilft?

Vielleicht sollte ich sie essen?
Schmecken die denn?

Gruß
Erika

Konrad Wilhelm (2005-10-28 21:30:01)

On Fri, 28 Oct 2005 20:49:34 +0200, "Erika Essandoh-Agyeman"
wrote:

>Vielleicht sollte ich sie essen?
>Schmecken die denn?
>
Die hätte ich sowies schon längst geerntet. Hallimasch ist ein guter
Speisepilz, man soll ihn aber nicht roh verzehren.

k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck

Gerhard Zahn (2005-10-28 21:43:40)

Am Fri, 28 Oct 2005 09:02:35 +0200 schrieb Erika Essandoh-Agyeman:

>Hallo liebe Leute,

Hallo liebe Erika,

>wer von euch hat schon Erfahrung mit Hallimasch im Garten. Hab gehört, der
>Pilz soll sehr agressiv sein :-))

danke, mir reichen schon die Baumpilze an den Pflaumen und Zwetschen,
die hoffentlich wenigstens theoretisch weniger aggressiv sind. Bei mir
stand jedenfalls eine Viktoriapflaume und eine Hauszwetsche und sie
haben sich nicht verzählt, als es darum ging, die Bäume zu besiedeln.
Die Viktoria hat schon ausgesiegt. :-(

>Wir haben einen Baumstumpf (Eiche) dort, und im Moment ist er voll mit den
>Pilzen. Ein Flieder, zwei Meter weiter ist im Sommer gestorben und der
>Wurzelbereich ist auch voll. Außerdem sind die auch im Rasen.
>
>Befällt der Pilz auch gesunde Bäume?

Angeblich sofort, sogar über den Boden, sobald das Myzel eine
Verletzung an einer Wurzel findet.

>Kann man außer aufessen was dagegen tun?

Wenn das nur so einfach wäre...
Das Problem dieser Pilze ist ja, dass ihre Myzelstränge (Rhizomorphen)
schon Monate im Boden und im Holz gewuchert haben, wenn die Hüte zum
Vorschein kommen. Der Hallimasch und noch ein paar solch üblen
Gesellen lassen halt dann Gehölze leider gnadenlos absterben.

Erst im Oktoberheft von O&G steht dazu u. a.:
"Da die Bekämpfung von Hutpilzen unmöglich ist, müssen infizierte
Bäume gerodet werden. Dabei muss man auch die starken Wuzeln
entfernen, da der Erreger auf Totholz viele Jahre überdauern kann.
Achtung: die Wurzeln nahestehender Gehölze nicht verletzen, da sie
sonst durch die im Boden vohandenen Myzele infiziert werden können.
Das Entfernen der Fruchtkörper von Hutpilzen reicht nicht aus, um eine
weitere Ausbreitung des Pilzmyzels zu verhindern."

Anscheinend ist diesem Zeugs nur dadurch beizukommen, dass man ihnen
die Nahrungsquelle entzieht, nämlich alles Holz außer Reichweite
bringt. Aber mach das mal bei einem alten Eichenstumpf. :-(

Beste Grüße G e r h a r d

Konrad Wilhelm (2005-10-28 22:09:24)

On Fri, 28 Oct 2005 21:43:40 +0200, Gerhard Zahn
wrote:

>Erst im Oktoberheft von O&G steht dazu u. a.:
>"Da die Bekämpfung von Hutpilzen unmöglich ist, müssen infizierte
>Bäume gerodet werden. Dabei muss man auch die starken Wuzeln
>entfernen, da der Erreger auf Totholz viele Jahre überdauern kann.
>Achtung: die Wurzeln nahestehender Gehölze nicht verletzen, da sie
>sonst durch die im Boden vohandenen Myzele infiziert werden können.

Wirklich sehr nett ausgedacht: starke Wurzeln entfernen aber die
Nachbarwurzeln nicht verletzen. Wasch mir den Pelz, mach mich nicht
nass.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen dass das letzere (gesunde Wurzeln
nicht verletzen) das weitaus bedeutsamere ist. Im Wald besiedelt der
Halimasch ja auch keineswegs alle Bäume sondern nur einzelne (wie
jeder Pilzsammler weiß). Und da wird eben nicht gegraben, gestochert,
gehackt, gejätet, beschnitten, ....

k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck

Gerhard Zahn (2005-10-29 19:24:07)

Am Fri, 28 Oct 2005 22:09:24 +0200 schrieb Konrad Wilhelm:

Hallo,

>On Fri, 28 Oct 2005 21:43:40 +0200, Gerhard Zahn
>wrote:
>
>>Erst im Oktoberheft von O&G steht dazu u. a.:
>>"Da die Bekämpfung von Hutpilzen unmöglich ist, müssen infizierte
>>Bäume gerodet werden. Dabei muss man auch die starken Wuzeln
>>entfernen, da der Erreger auf Totholz viele Jahre überdauern kann.
>>Achtung: die Wurzeln nahestehender Gehölze nicht verletzen, da sie
>>sonst durch die im Boden vohandenen Myzele infiziert werden können.
>
>Wirklich sehr nett ausgedacht: starke Wurzeln entfernen aber die
>Nachbarwurzeln nicht verletzen. Wasch mir den Pelz, mach mich nicht
>nass.

hm, es wird ja immerhin nur empfohlen, die starken Wurzeln eines
befallenen Gehölzes zu entfernen. Bei einem Obstbaum werden die
Wurzeln in Richtung Kronentraufe schon merklich dünner.
Wer allerdings so eng gepflanzt hat, dass selbst die starken Wurzeln
benachbarter Bäume und darum geht es ja meist, ineinander gewachsen
sind, hat halt schon mal in vorauseilendem Ungehorsam einen eher
häufigen Fehler gemacht.

>Ich könnte mir sehr gut vorstellen dass das letzere (gesunde Wurzeln
>nicht verletzen) das weitaus bedeutsamere ist. Im Wald besiedelt der
>Halimasch ja auch keineswegs alle Bäume sondern nur einzelne (wie
>jeder Pilzsammler weiß). Und da wird eben nicht gegraben, gestochert,
>gehackt, gejätet, beschnitten, ....

Tja, da ist freilich was dran. Wenn ich aber die in letzter Zeit
gehäuften Meldungen über Hallimaschbefall an Gartenbäumen so lesen,
dann wird mir immer mehr klar, was das für ein Teufelszeug ist.

Beste Grüße G e r h a r d