Garten
Schadstoffbelastung durch Strasse
Hallo Leute,
wie sieht es aus mit der Belastung von Obst und Gemüse durch eine
anliegende Straße (im konkreten Fall 30.000 Fahrzeuge pro Tag)? Wie
weit
soll man von einer stark befahrenen Straße weg sein, damit der Einfluss
dieser Straße vernachlässigbar ist? Google liefert viele Treffer,
aber
dabei handelt es sich i. d. R. nur um allgemeine Angaben oder aber
direkte
Beeinträchtigungen für die Menschen. Andererseits habe ich schon oft
Gemüseanbau entlang von Autobahnen gesehen...
Für sachdienliche Hinweise bedankt sich im Voraus
--
Gerhard Amberger
Gerhard Amberger schrieb:
> Hallo Leute,
> wie sieht es aus mit der Belastung von Obst und Gem
"Gerhard Amberger" schrieb
> wie sieht es aus mit der Belastung von Obst und Gemüse durch eine
> anliegende Straße (im konkreten Fall 30.000 Fahrzeuge pro Tag)?
> Wie weit soll man von einer stark befahrenen Straße weg sein,
> damit der Einfluss dieser Straße vernachlässigbar ist?
Hier verbietet sich eine Pauschalangabe sicherlich. Allein die
Topografie kann hier für sehr erhebliche Unterschiede sorgen.
> Google liefert viele Treffer, aber dabei handelt es sich
> i. d. R. nur um allgemeine Angaben oder aber direkte
> Beeinträchtigungen für die Menschen. Andererseits habe
> ich schon oft Gemüseanbau entlang von Autobahnen gesehen...
> Für sachdienliche Hinweise bedankt sich im Voraus.
Ich frag mich auch, welche Folgen du fürchtest. Mir fällt
nur Blei (und eventuell noch Schwefel) als Schadstoff
ein, der vom Straßenverkehr emmitiert wird und eventuell
deinem Gemüse insofern schaden könnte, dass dessen
Verzehr ungesund würde. Das "Bleiproblem" hat sich
aber durch bleifreie Treibstoffe inzwischen erledigt und
selbst stark kontaminierte Böden dürften kaum den
Bleigehalt aufweisen, den wir hier (mehr oder weniger
natürlich) im Bereich der eventuell weltweit größten
Bleierzlagerstätte haben.
M.W. ergeben sich die Gesundheitsgefahren durch
verkehrsbedingte Emissionen vor allem aus Lärm und
Feinstaub. Ich glaube kaum, dass dein Gemüse davon
zu ungesunden Nahrungsmitteln wird - selbst wenn es
beiden Einflüssen in hohem Maße ausgesetzt wäre.
Grüße
Thorwald Brandwein
--
www.biotekt.de (Gröbere Neugestaltungsarbeiten fertig)
> Ich frag mich auch, welche Folgen du fürchtest. Mir fällt
> nur Blei (und eventuell noch Schwefel) als Schadstoff
> ein,
ich hab da noch Cadmium im Hinterkopf, der vom Reifenabrieb kommen soll
und erinnere mich auch noch an 50-80 m Abstand an dem die Werte
signifikant abnehmen. Das ganze ohne Google und nur aus dem Kopf heraus.
--
Clemens Pongratz http://www.clemens-pongratz.homepage.t-online.de/
Dipl.Ing.agr. Familienforschung Pongratz -- Heimatforschung Kötzting
Am Tue, 28 Mar 2006 08:50:55 +0000 (UTC) schrieb Gerhard Amberger:
Hallo,
>wie sieht es aus mit der Belastung von Obst und Gemüse durch eine
>anliegende Straße (im konkreten Fall 30.000 Fahrzeuge pro Tag)? Wie
>weit soll man von einer stark befahrenen Straße weg sein, damit der
Einfluss
>dieser Straße vernachlässigbar ist?
der Einfluss einer derart stark befahrenen Straße wird wohl nie
gänzlich vernachlässigbar sein. Denn selbst wenn man den
Verdünnungseffekt durch Entfernung und Wind berücksichtigt, bleiben
die Emissionen erhalten, die gelöst oder als Feinstäube in der Luft
die Gesamtbelastung ausmachen.
Dazu tragen dann nachgewiesenermaßen auch weiter entfernte
Emissionsquellen bei. Es wäre sonst nicht erklärbar, warum z.B. im
idyllischen Rehau in Ost-Oberfranken vor Jahren so miese
Schadstoffwerte in der Luft gemessen wurden, wie in München am
Stachus.
>Google liefert viele Treffer, aber
>dabei handelt es sich i. d. R. nur um allgemeine Angaben oder aber
>direkte Beeinträchtigungen für die Menschen. Andererseits habe
ich schon oft
>Gemüseanbau entlang von Autobahnen gesehen...
Tja, da bleiben die auch.
Was wichtig erscheint, sind die ersten paar zehn Meter. Denn dazu
haben amtliche Messungen des Bayer. Geologischen Landesamts ergeben,
dass die Bodenbelastungen durch niedergehende Immissionen von fünf zu
fünf Meter Entfernung messbar abnehmen und sich schon nach
überraschend kurzer Entfernung - ca. 30 m - wieder normale
Bodenbelastungen für Blei u. a. einstellen.
Also stellt sich die Frage, wie viele Meter ist die Straße
tatsächlich
entfernt und liegt sie in der Hauptwindrichtung oder eher auf der Wind
abgewandten Seite?
Beste Grüße G e r h a r d
On Tue, 28 Mar 2006 14:28:11 +0200, "T. Brandwein"
wrote:
>Mir fällt
>nur Blei (und eventuell noch Schwefel) als Schadstoff
>ein, der vom StraÃźenverkehr emmitiert wird und eventuell
>deinem Gemüse insofern schaden könnte, dass
dessen
>Verzehr ungesund würde.
Mir fällt da vor allem Benzol ein sowie mehrkernige Aromaten bis
hin
zum RuÃź. Mir fallen weiterhin Edelmetalle aus den Katalysatoren ein.
Und was die Stickoxide mit den Pflanzen machen ahn ich nicht.
Die Frage nach "Gesund/ungesund" ist ja sowieso eher eine
esotherische/weltanschauliche als eine
medizinisch/naturwissenschftliche.
Tatsächlich zum Verlust der Gesundheit führen
Lebensmittel wohl nur
wenn sie pathogene Keime/Organismen enthalten oder wenn man davon zu
viel (Fettleibigkeit) oder zu wenig (Anorexia nervosa) isst.
Ja, ich weiÃź dass es auch noch andere Fälle gibt: die
Galle des
Kugelfischs z. B. oder Eisbärenleber.
k.
--
Konrad Wilhelm
Südstr. 3, D48329 Havixbeck
Hallo Konrad,
Konrad Wilhelm schrieb:
>
> Mir fällt da vor allem Benzol ein sowie mehrkernige
Aromaten bis hin
> zum RuÃź. Mir fallen weiterhin Edelmetalle aus den Katalysatoren
ein.
> Und was die Stickoxide mit den Pflanzen machen ahn ich nicht.
Benzol /Aromaten: wie sollen die aufgenommen werden? So eine Pflanze
atmet nicht aktiv, bleibt Absorption des Niederschlags über die
Oberflächen und dazu müsste es schon ricjtig viel
sein.
Edelmetalle sind in Katalysatoren, weil sie chemische Reaktionen
begünstigen und fest sind. Die krümeln da nicht
raus. Und da
Katalysatoren lange halten, folgere ich, dass die Edelmetalle auch nicht
verdampft werden.
Stickoxide verbinden sich mit Wasser zu Säuren (stark
verdünnt), die
sobald sie den Boden berühren Nitrat und Nitrit bilden. Es wird
Dir also
nicht gelingen, direkt neben einer Strasse ein Stickstoffmangelbiotop
einzurichten.
> Tatsächlich zum Verlust der Gesundheit
führen Lebensmittel wohl nur
> wenn sie pathogene Keime/Organismen enthalten oder wenn man davon zu
> viel (Fettleibigkeit) oder zu wenig (Anorexia nervosa) isst.
Oder die falschen Teile isst, oder die Kartoffeln grün geworden
sind...
Es gibt in der Natur mehr Gifte, als man sich vorstellt.
Alex
On Tue, 28 Mar 2006 08:50:55 +0000 (UTC), Gerhard Amberger
wrote:
>wie sieht es aus mit der Belastung von Obst und Gemüse durch eine
>anliegende Straße (im konkreten Fall 30.000 Fahrzeuge pro Tag)? Wie
>weit soll man von einer stark befahrenen Straße weg sein, damit der
Einfluss
>dieser Straße vernachlässigbar ist?
Es gibt sogenannte Anbauverbotszonen. Das ist oft in Bebauungsplänen
geregelt oder steht im Planfeststellungsbeschluss wenn es um eine neue
Straße geht.
>Google liefert viele Treffer, aber
>dabei handelt es sich i. d. R. nur um allgemeine Angaben oder aber
>direkte Beeinträchtigungen für die Menschen. Andererseits habe
ich schon oft
>Gemüseanbau entlang von Autobahnen gesehen...
Ja, Offensichtlich hält sich da kaum jemand dran.
>Für sachdienliche Hinweise bedankt sich im Voraus
Mehr Infos habe ich momentan nicht zu bieten.
Wichtig ist m.E. noch, wie das Grundstück zur Straße liegt.
Unterhalb,
oberhalb, wie ist die Hauptwindrichtung (bezogen auf die Straße)?
Gruß Thilo
--
Solingen, Bilder von Symphyse bei Buchen,
Bambusattacke, Mammutstoßzahn
http://home.wtal.de/Th Herrmann/index.html